Island Reisebericht – das Land der Geysire

Island Reisebericht - Bildquelle: Pixabay.com

Mit einer Fläche von ungefähr 103.000 km² ist Island der zweitgrößte Inselstaat in Europa. Südlich vom nördlichen Polarkreis liegt die Hauptinsel – die größte Vulkaninsel der Welt. Hauptstadt ist Reykjavik. Als eines der Gründungsmitglieder der NATO ist Island seit 2010 auch Kandidat für den Eintritt in die EU.

Reisebericht IslandSüdöstlich wird Island durch Grönland begrenzt. Dort befinden sich auch Irland, Großbritannien und die Färöer. Nordöstlich des Inselstaates befindet sich die Insel Jan Mayen und im Osten liegt Norwegen. Von der Gesamtfläche Islands ist der überwiegende Teil ausschließlich Landfläche. Nur ein geringer Teil ist Wasserfläche. Mit ungefähr 2000 m ist der Hvannadalshnukur, Gipfel eines Vulkanmassivs, der höchste Punkt des Inselstaates. Die Pjorsa ist der längste Fluss. Zwischen Island und Grönland liegt eine Meeresenge, die Dänemarkstraße. Im Norden des Inselstaates befindet sich die Grönlandsee, im Osten das Nordpolarmeer und südlich gesehen der Nordatlantik.

Da sich Island auf dem Mittelatlantischen Rücken befindet, liegt es auf zwei Kontinentalplatten gleichzeitig, der Eurasischen Platte und der Nordamerikanischen Kontinentalplatte. Jedes Jahr driften diese beiden Platten ungefähr 2 cm auseinander. Da aber durch den Vulkanismus unter der Insel immer wieder geschmolzenes Gesteinsmaterial an die Oberfläche befördert wird, wird so das Auseinanderbrechen der Insel verhindert. Momentan gibt es ca. 30 aktive Vulkansysteme auf Island.

Außerdem wird der Inselstaat zu 11 % von Gletschern bedeckt. Der Vatnajökull ist mit seiner fast 1000 m dicken Eiskappe der Gletscher mit dem größten Eisvolumen in ganz Europa. Wegen des Golfstroms sind die Winter in Island verhältnismäßig mild. Dagegen sind die Sommer relativ kühl. Die wärmsten Monate im Jahr sind von Juni bis September.

Flora und Fauna

Aufgrund der Eiszeit ist Island heute eher spärlich bewachsen. Es gibt verschiedene Moos- und Flechtenarten. Die Pflanzenwelt hat sich dem überwiegend rauen Klima Islands sehr gut angepasst. So wachsen hier beispielsweise einige Steinbrecherarten, sowie verschiedene Arten des Leimkrauts. Eine bekannte Pflanze in Island ist die Engelwurz, welche als Heil- und Teekraut benutzt wird. In den Bergen wachsen Alpenröschen, und auf den Wiesen Löwenzahn. Im Frühsommer findet man außerdem auch blühende Alaska-Lupinen.

Auch die Tierwelt ist auf der Insel nur sehr artenbegrenzt. Bevor der Mensch das Land besiedelte, gab es ausschließlich Robben, Fische, verschiedene Insektenarten, einige Eisbären und Polarfüchse, sowie viele Vogelarten. Letztere sind auch heute noch in großer Artenvielfalt vorhanden. Der Mensch brachte Haustiere, wie beispielsweise Pferde oder Schafe mit auf die Insel.

Island Sehenswürdigkeiten und Informatives für Touristen

Geysir auf Island - Sehenswürdigkeiten IslandsMit dem „Golden Circle“, einer Tagesausflugstour, werden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten für Islandurlauber abgedeckt. Sie ist unter Touristen sehr beliebt. Zu ihr zählt der Nationalpark Pingvellir, eine Stätte, die heute zum Weltkulturerbe gehört. Weiterhin führt die Tour an dem Wasserfall Gullfoss vorbei nach Haukadalur, wo sich ein Geothermalgebiet mit zahlreichen Geysiren befindet. Diese stellen ein besonders außergewöhnliches Naturschauspiel dar. Sehenswert sind auch die vielen vulkanischen Erscheinungen, wie z.B. den Vulkan Hekla, welcher sich im Süden Islands befindet. Auch die zahlreichen Gletscherschilde in Island bieten ein einmaliges Landschaftsbild.

Für Wanderer sind die Ost- und Westfjorde Islands bestens geeignet. Für Kulturliebhaber hält die Hauptstadt Reykjavik viele Museen und Theater bereit. Weiterhin hat Island eine besondere Badekultur. Bereits im Mittelalter wurden heiße Quellen für ein entspannendes Bad genutzt. Heute findet man, gerade in Reykjavik, viele Freiluft-Thermalbäder. Die „Blaue Lagune“, ein Freiluftbad in der Nähe von Grindavik, ist eine bekannte Sehenswürdigkeit für Touristen. Man findet auch auf dem Land viele Freiluftbäder. Mittlerweile bieten aber auch einige Hotels auf Island künstlich angelegte Freiluftbäder in Form von heißen Quellen an, welche als „Hot Pots“ bezeichnet werden.

Auch die isländische Küche ist sehr vielseitig. Es gibt viele ländertypische Speisen, wie z.B. der Porramatur. Dieser besteht unter anderem aus Blutwurst, Trockenfisch und Rübenmus, und wird hauptsächlich zu Feiertagen oder anderen besonderen Anlässen gegessen. Das Rauchen in öffentlichen Gebäuden, wie z.B. Restaurants oder Cafés, ist seit 2007 verboten.

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