Papua-Neuguinea Urlaub – Inseln der Extreme

Einsamer Strand in Papua Neuguinea

Papua-Neuguinea ist ein Staat der Extreme. Ein Inselreich mit dem größten zusammenhängenden Regenwald der Erde, mit schillernden Korallenriffen, die auf dem Globus einzigartig sind, mit einer Vielfalt von mehr als tausend Sprachen, mit der Landmasse eines Eilands, das nur von Grönland überboten wird, mit sehr hohen Bergen und vielen einsamen Stränden.

Neuguinea – Ein zweigeteiltes Inselreich

Einem Zufall verdankte es der portugiesische Seefahrer Jorge de Meneses im Jahr 1526, das er in diesem Teil des pazifischen Feuerrings an Land ging. Ursprünglich waren die Molukken mit ihrem Reichtum an Gewürzen sein Ziel, doch dann trieb ihn ein Sturm an die Gestade der großen Insel. Er nannte das Land „Papua“, was in der malaiischen Sprache so viel wie „kraus“ bedeutet. Womit Meneses das krause Haar der melanesischen Einwohner meinte. Nach einer wechsel- und oft auch leidvollen Kolonial-Geschichte wurde Neuguinea 1963 geteilt. West-Neuguinea, auch Irian Jaya genannt, zählt seither zu Indonesien, während Papua-Neuguinea seit 1975 nicht zuletzt dank der Unterstützung Australiens einen autonomen Status besitzt.

Ein undurchdringlicher Regenwald

Die große Insel unweit des Äquators ist heiß und feucht und weist nur sehr geringe jahreszeitliche Temperaturdifferenzen auf. Etwa 70 Prozent des Landes sind bedeckt mit einem dichten, teils undurchdringlichen Urwald, während sich an den häufig sumpfigen Küsten große Mangrovenwälder ausdehnen. Die kurzen und heftigen Niederschläge verdankt Neuguinea dem Nordwestmonsun von Dezember bis April und dem Südostpassat von Mai bis November. Viele der etwa 9,5 Millionen Einwohner des Landes leben in unzugänglichen Regionen. Das Fehlen von befahrbaren Wegen führte dazu, dass zahlreichen Volksstämmen Neuguineas ihr über Jahrhundert gepflegtes einzigartiges Kulturgut erhalten blieb.

Visa in Jakarta und Bangkok

Insgesamt umfasst Neuguinea im westlichen Pazifik mehr als 600 Inseln. Zu ihnen zählt das Bismarckarchipel mit New Britain, New Ireland, Lavongai und den Admiralitätsinseln sowie das Luisiade-Archipel, die Salalomoninseln und Bougainville. Wer mit dem Flugzeug die Hauptstadt Port Moresby erreicht, der wird in der Regel in Australien, Singapur, Bangkok oder Manila gestartet sein. Auf dem Landweg bietet sich bei der Fahrt vom indonesischen Westen der Grenzübergang Port Wutung an. Visa für Papua-Neuguinea gibt es in Jakarta und Bangkok. Stark frequentiert werden die Schiffsrouten, die die Häfen von Port Moresby, Oro, Alotau und Lae miteinander verbinden. Es handelt sich dabei in der Regel um Frachter, die aber auch Passagiere befördern.

Gold und Tennis in Port Moresby

Ureinwohner von Papua-NeuguineaPort Moresby ist für die meisten Touristen der lebendige Ausgangspunkt für Exkursionen ins Landesinnere. Sehenswert sind in der Metropole der sympathische Botanische Garten, das Nationalmuseum und das architektonisch interessante Parlamentsgebäude. Empfehlenswert ist auch der Besuch das Wairiata Nationalparks und der Moitaka Krokodilfarm.

In Port Moresby finden sich zahlreiche gute Hotels. Sport-Enthusiasten stehen Tennisplätze, ein Golf-Court sowie Anlangen zum Ausüben von Wasserski und Windsurfing zur Verfügung. Lae am Fuß des imposanten Berges Lunaman ist die zweitgrößte Stadt Neuguineas.

Nicht weit entfernt ist die ehemalige Goldgräberstadt Wao. An den Küsten bei Raja Ampat und in der Milne Bay gibt es großartige Tauchressorts, die mit ihren bunten Korallenriffen in der Welt einzigartig sind.

Zu den Feuertänzen der Ureinwohner

Neuguinea ist aber auch ein interessantes Gebiet für die Freunde des Trekkings.
Der Kokoda Trail ist ein begehrtes Ziel für Wanderer, und wer anspruchsvolle Klettertouren bevorzugt, der sollte sich zum größten Berg des Landes, dem Mount Wilhelm mit seinen 4509 Metern begeben. Er ist, je nach Wetterlage, in zwei bis drei Tagen zu erklimmen.
Die Feste im Landesinnern Neuguineas sind jedoch die größte Touristen-Attraktion. Absolutes Highlight sind wohl die berühmten Feuertänze der Eingeborenen.
In zahlreichen Dörfern finden diese Zeremonien fast an jedem Abend statt.
Oft tragen die Darsteller Masken aus Holz, ihre Gesichtsbemalung sollte einstmals die Feinde abschrecken und der Kopfschmuck aus Federn ist beeindruckend.

Weiße Flecken auf der Landkarte

In den gigantischen Regenwäldern Neuguineas sind mehr als siebenhundert verschiedene Vogelarten beheimatet. Aber auch über vierhundert unterschiedliche Amphibien wie Krokodile und Warane sowie zahlreiche Schlangen. Die Inselgruppe verfügt außerdem über eine große Artenvielfalt an Pflanzen und über nicht weniger als 2.500 Orchideenarten. Der indonesische Westteil Neuguineas ist noch nicht komplett kartographiert, da es in dieser Region keinerlei Straßen gibt. So gehören Teile des Landes zu den wenigen Punkten auf der Welt mit weißen Flecken auf den Landkarten.

Arte-Dokumentation über Papua-Neuguinea

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