Reisebericht Jordanien

Petra ist eine antike Felsenstadt, die beeindruckt. Für viele Besucher Jordaniens ist das Schatzhaus und auch das Siq ein unglaubliches Highlight während der Reise nach Jordanien. Petra oder auch Wadi Musa sorgen durch die Schönheit für ein Gänsehaut Gefühl.

Man sollte für diesen Besuch einen ganzen Tag veranschlagen, und auch schon einen Tag früher wenn es sich ermöglichen lässt, denn eines sollte man auf keinen Fall verpassen, das ist die Petra by Night Tour. Das ist etwas das man nie mehr erleben wird. Die Stadt wird nur mit Kerzen beleuchtet, man bekommt Tee und es wird Musik gemacht. Auf Decken, die bereit gelegt werden, kann man Platz nehmen und die Magie dieses Ortes genießen. Es ist faszinierend, aber es wird leise gesprochen wenn man sich unterhält, was wohl auch auf die Magie welche einen umgibt zurückzuführen ist. Ein ganz besonderes Erlebnis.

Eine Geschichte so alt wie die Welt

Die Stadt Petra liegt in einer Höhe von 800 bis 1.350 m östlich gelegen zwischen dem Golf von Akaba und dem Toten Meer, in einem weiten Talkessel in dem bekannten Bergland von Edom. Außerdem ist es eine günstige Lage da sich hier mehrere Karawanenwege kreuzen die Ägypten mit Syrien verbanden und Südarabien mit dem Mittelmeer. Petra war immer eine Stadt die einen bedeutenden Handelsplatz darstellte. Das war in der Zeit vom 5. Jahrhundert vor Christus bis zum 3. Jahrhundert nach Christus. Einer der wichtigste Knotenpunkt wurde von Petra kontrolliert, und zwar die Weihrauchstraße. Diese Handelsroute führte vom Jemen aus an der Westküste Arabiens entlang und wurde bei Petra in einen nordwestlichen Zweig geteilt. Dieser führte nach Gaza und auch nach Damaskus.
Al Khazneh on January 1, 2014 in Petra, Jordan

Handwerkliches Geschick das die Zeit überdauert hat

Der Ort ist allerdings nur über einen schmalen Gebirgsweg zugänglich oder aber von der Ostseite durch eine Felsschlucht die eine Länge von 1,5 Kilometer aufweist und eine Tiefe von 70 Metern. Die Siq (deutsch: Schacht) ist an ihrer engsten Stelle nur 2 Meter breit. Das Trinkwasser hat man über diese engste Stelle über gemeißelte Aquädukte in die Stadt transportiert und durch Terrakottaröhren in die Stadt gebracht. Die Geschichte erzählt die Verbindung von Fels und Wasser und das Petra der Ort gewesen sei, bei dem Moses beim Exodus des Israelischen Volkes mit einem Schlag seines Stabes eine Wasserquelle aus einem Stein hat sprudeln lassen. Aus diesem Grund wird Petra und die Umgebung auch Wadi Musa genannt was zu Deutsch: das „Mosestal“ heißt. Die Tatsache zeigt aber, das die Nabatäer mit ihrer Fähigkeiten was die Wasserbewirtschaftung anbelangt für eine künstliche Oase gesorgt haben und somit die Möglichkeit für Wachstum und Blüte in Petra geschaffen hatten. Alles was errichtet wurde kann man heute noch bewundern.

Petra eine unvergängliche Schönheit

Architektur-PetraHeute ist Petra, was auch als achtes Weltwunder benannt wird, eine der meist besuchten Sehenswürdigkeiten und eine Stadt aus dunkelrosa Stein. Eines der unglaublichen Schönheiten ist Al-Khazneh das Schatzhaus und Grabmal des Nabatäerkönigs. Die massive Fassade hat eine Breite von 30 Metern und ist 43 Meter hoch. Die Farben und die ganzen Felsformationen sind faszinierend und begeistern jeden Besucher. Diese Stadt zählt zum UNESCO Weltkulturerbe. Abgesehen von den in die Felsen geschlagenen Häuser, dem Hauptplatz und den Königsgräbern sind die schönsten Momente wenn die Sonne die roten Felsen anstrahlt und die ganze Stadt rosa erscheint. Das hinterlässt einen traumhaften Eindruck. Möchte man die ganze Stadt durchlaufen dann sind das viele Kilometer die man zurücklegen muss – ohne das man auf dem Opferplatz gewesen ist. Für jemanden der es nicht selbst erlebt hat kaum vorstellbar. Der Weg zum Opferplatz beträgt 45 Minuten. Aber außer dem Opferplatz gibt es auch noch das Kloster. Auch dieses ist faszinierend und ebenfalls ein sehr beliebtes Fotomotiv. Wenn man an dem Kloster auf den Aussichtspunkt geht, dann kann man Little Petra sehen und auch das Grab Aarons dem Bruder von Moses. Um an das Kloster zu kommen muss man 800 Stufen erklimmen. In der Stadt durchläuft man die Fassadenstraße und man kommt an den Königsgräbern vorbei und trifft auf das Stadtzentrum. Hier findet man kleine Souvenirläden. Weiter geht es dann zum Nabatäischen Museum. Die Häuser und Fassaden sind von einer Schönheit geprägt die Gänsehaut verursachen. Ebenfalls ein Highlight ist das Theater welches in Petra zu besichtigen ist. Es ist groß und weckt die Phantasie, wie es wohl gewesen sein mag wenn hier Aufführungen stattgefunden haben. Hier haben 7.000 Menschen einen Platz gefunden.

Unzählige Gräber säumen den Weg in Petra

Die in die Felsen geschlagenen Gräber und Urnengräber sind heute leer, aber wenn man einen Blick hineinwirft bekommt man schon ein mystisches Gefühl und man hat den Wunsch einen Moment zu verweilen. An der Wand findet man unter anderem das Urnengrab von Aneishu, aber auch das Seidengrab und das faszinierende Korinthische Grab mit der unglaublichen Fassade. Auch ein unglaublicher Anblick ist das Palastgrab. Etwas weiter nördlich kann man das Grab des Sextus Florentinus bewundern. Am Nachmittag liegt diese Felswand im Sonnenlicht und erstrahlt in den herrlichsten Farben. Unweit dieser Felswand in Richtung Westen sind die Reste der byzantinischen Kirchen zu sehen, die auch heute noch die so typischen Mosaike aufweisen.
Petra-Felsengraeber

Diese Stadt ist eine einzige faszinierende Sehenswürdigkeit und wenn man sie nicht zu Fuß durchqueren möchte, dann kann man dies auf einem Pferd, Esel oder auch in einer Kutsche tun. Ein Tag und eine Nacht die man nie wieder vergessen wird. Ein Reiseführer ist aber zu empfehlen, denn es ist nicht sehr übersichtlich ausgeschildert und auch die einzelnen Erklärungen sind nicht sehr hilfreich. Aber ansonsten ist diese Stadt ein unvergessliches Erlebnis, welches nachhaltig begeistert.

Der Anblick der Schlucht und der Fassaden und die ganze Atmosphäre, die sich breit macht wenn man diesen Ort betritt, sind unglaublich. In den Beduinenzelten kann man Pause machen und einen Tee trinken. Ein Flair, das man genießen und mit jeder Faser auf sich wirken lassen sollte. Eine Besichtigung von Petra – Wadi Musa ist ein „Must have“, das man nicht verpassen sollte.

Die Könige von Petra – Doku des Phoenix Senders



Bildquellen: pixabay.com

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