Reisebericht Vietnam

Reisebericht Vietnam - Das Land des Lächelns

Vietnam stellt für viele Menschen das Traumziel schlechthin dar. In nachfolgendem Vietnam Reisebericht von Christian und Isabell erfahren Sie viele interessante Informationen zum Land und welche Highlights und Sehenswürdigkeiten eine Reise ins Land des Lächelns zu bieten hat.

Hanoi im November

Im November 2012 begann für meinen Mann und mich unsere erste Asienreise. Es sollte unbedingt Vietnam sein, weil wir von Freunden begeisterte Schilderungen über Land und Leute gehört hatten. Wir flogen in 11 Stunden direkt von Frankfurt/Main nach Hanoi. Dort wurden wir mit 18 anderen Urlaubern vom Reiseleiter empfangen und zum Hotel gebracht. Nachmittags ging es gleich zur ersten gemeinsamen Besichtigungstour in die nahe gelegene Altstadt. Der Markt, der Hoam Kiem See, das Menschengewirr im Labyrinth der lebhaften kleinen Gassen, die Fahrrad-Rikschahs und die unendlich vielen Garküchen mit ihren einladenden Düften haben uns sehr gefallen. Das war das Asien, das wir uns erträumt hatten. Am zweiten Tag in Hanoi wurden wir mit dem Bus zum Mausoleum von Ho Chi Min und seinem auf Pfählen stehenden Wohnhaus gefahren, besichtigten den ehemaligen Präsidentenpalast, die Lotospagode und nach einem Picknick am mächtigen Roten Fluss war für uns eine sehr hübsche Bootsfahrt organisiert worden. Auf der Rückfahrt ins Hotel erhaschten wir noch einen Blick auf die Kathedrale, das prächtige Opernhaus und das moderne Hanoi.

Die Reise zu den Bergvölkern Vietnams

Betendes Mädchen in HanoiAm sehr frühen Morgen des dritten Tages ging die Reise etwa 350 Kilometer weit an die chinesische Grenze in die Stadt Sa Pa. Die Strecke führt durch das größte Teeanbaugebiet Vietnams in eine Höhe von mehr als 1.600 Kilometer. Es war nach dem milden Hanoi recht frisch in Sa Pa, aber die großartige Natur ringsum, die an den Berghängen klebenden Häuser, die Reisterrassen und Wasserfälle waren das Frösteln mehr als wert. Am vierten Tag ging die Fahrt mit dem Bus weiter nach Lai Chao. In der Region leben viele verschiedene Minderheiten Vietnams. Ihren sehr fantasievollen Kopfschmuck und die ungewöhnliche Bekleidung konnten wir bei einem Marktbesuch bestaunen. Hier gab es auch sehr schöne Handarbeiten, selbstgefertigten Silberschmuck, Maultrommeln und vieles andere zu kaufen. Die Fahrt ging weiter nach Dien Bien Phu, wo 1954 die entscheidende Schlacht stattfand, die Vietnam von der Herrschaft Frankreichs befreite. Hier besichtigten wir ein Dorf der Hmong, einer weiteren Minorität des Landes. Am Morgen des fünften Tages ging es wieder zurück nach Hanoi.

In der Halong Bucht

Schiff in der Halong-BuchtAm sechsten Tag startete unser Bus nach Norden zur Halong-Bucht. Hier ging es auf ein abenteuerliches zweistöckiges Schiff, das ein Gebiet mit Hunderten kleiner Inseln durchpflügte. Manche von ihnen bestanden nur aus einzelnen Felsen im Meer. Diese nebelumwobenen Felsen, ein Wahrzeichen Vietnams, hatten wir schon viele Male im Film oder in Büchern bewundert, jetzt sahen wir sie wirklich und waren beeindruckt. In der Bucht gibt es auch kleine schwimmende Märkte, wo Fisch, Gemüse und Früchte vom Boot aus verkauft werden. Am siebenten Tag, zurück in Hanoi, leisteten wir uns ein mehrgängiges Essen in einem französischen Restaurant und besichtigten am Nachmittag den „Literaturtempel, mit der riesigen Statue des Konfuzius. Am gleichen Abend ging unser Nachtzug nach Hue, der alten Kaiserstadt.

Im Palast des Kaisers

Der ganze nächste Tag gehörte der Besichtigung des Kaiserpalastes, der Zitadelle, des Thai Hoa Palastes und der riesigen parkähnlichen Anlagen. Man braucht viel Zeit und bequeme Schuhe, um alle Sehenswürdigkeiten der „Verbotenen Stadt“ Vietnams anzusehen. Am neunten Tag folgte eine Tour zu den Königsgräbern und zur Tien Mu Pagode, einem Wahrzeichen von Hue. Anschließend brachte uns eine kleine Dschunke zurück nach Hue. Von dort aus ging es am zehnten Tag über den Wolkenpass nach Da Nang und weiter nach Hoi An.

Das Juwel am Thu-Bon-Fluss

HalongDie historische Altstadt von Hoi An gehört zum Kulturerbe der UNESCO. Mehr als 2000 Jahre ist die Stadt alt, sie war zur Blütezeit des Cham-Reiches eine bedeutende Hafenstadt. Hier ankerten einst Segelschiffe aus Indien, China, Arabien und Persien.

Es gibt ein gut erhaltenes und restauriertes Chinesisches Viertel mit einem schönen Tempel und der ältesten noch erhaltenen Holzbrücke Vietnams. In Hoi an besichtigten wir auch eine Firma, die Naturseide gewinnt und eine Schneiderei, die daraus die tollsten Bekleidungsstücke nach Maß anfertigt. Am 11.Tag flogen wir morgens von Da Nang aus etwa 1000 Kilometer südwärts nach Saigon.

Saigon

Halong-BuchtGleich nach der Landung machte unser neuer Reiseleiter mit uns eine mehrstündige Stadtrundfahrt durch die ehemalige Hauptstadt Südvietnams, die offiziell nicht mehr Saigon sondern Ho-Chi-Minh-Stadt heißt. Anschließend besuchten wir ein Museum zur Erinnerung an den Vietnamkrieg und später die Kirche Notre Dame und das Alte Hauptpostamt im Kolonialviertel der Stadt. Ein Besuch Chinatowns mit Abendessen beendete diesen Tag. Am letzten Tag der Reise fuhren wir mit dem Boot den mächtigen Mekong hinauf bis nach Vinh Long. Der Mekong teilt sich hier unzählige kleine Kanäle mit vielen kleinen Flussinseln. Wir besuchten die beliebte Insel An Binh und den schwimmenden Markt von Cai Be. Danach ging es mit dem Bus zurück nach Saigon, von wo aus am nächsten Morgen der Flieger nach Hause startete. Eine wunderschöne Reise ging zu Ende, die uns das südostasiatische Land und seine freundlichen Menschen sehr nahe gebracht hat.

Bildquelle: Pixabay.com

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