Tauchurlaub in der Dominikanischen Republik

Tauchurlaub-Dominikanische-Republik

Mit dem Tauchen bin ich schon seit meiner Jugend vertraut. Angefangen hat dies im Alter von 13 Jahren in Spanien an der Costa Brava. Dort war ich von der Unterwasserwelt so fasziniert, dass ich bei unseren gesamten Strandaufenthalten mit dem Schnorcheln beschäftigt war. Auch heute noch zieht mich die Welt, unterhalb der Meeresoberfläche, in ihren Bann. Leider muss ich gestehen, dass ich bisher lediglich an den typischen Touristen-Tauchgängen in Strandnähe teilnahm. Dies sollte sich allerdings im März 2014 ändern.

Nach intensiven Internetrecherchen, und der Informationssuche in diversen Tauch-Foren, entschied ich mich für die Dominikanische Republik als Reiseziel. Nachdem dann auch noch mein Urlaubsantrag genehmigt wurde stand meinem Traumurlaub nichts mehr im Wege. Das Sparbuch wurde geplündert und das Geld direkt in das Reisebüro meines Vertrauens getragen. Und so buchte ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge meinen Urlaub in der Dominikanischen Republik, welche ich bislang nur während einer Karibik-Kreuzfahrt kurz besucht hatte.

Letzteres wohl eher wegen der hohen Kosten. Aber man gönnt sich ja sonst nichts. Die darauf folgenden Monate verbrachte ich mit der detaillierten Planung und Vorbereitung. Da ich vor hatte nicht nur in den flacheren Gebieten zu tauchen, benötigte ich natürlich auch die Voraussetzungen dafür.

Also musste ich mich im Tauchen noch etwas weiterbilden, was jedoch keine große Herausforderung war. Auch zusätzliche Anschaffungen wie wassertaugliche Kameras, neue Schnorchel-Ausrüstung und einen passenden Taucheranzug standen an. Die letzten Tage vor meiner Abreise verbrachte ich mit dem Packen und letzten Planungen. Der Tag meiner Abreise verlief im Großen und Ganzen recht planmäßig und so saß ich relativ entspannt im Flugzeug.

Warum eigentlich die Dominikanische Republik?

Bevor ich hier nun von meinen eigenen Taucherlebnissen berichte, möchte ich erklären warum ich mich für die Dominikanische Republik entschieden hatte. Die Dominikanische Republik bietet dem Taucher eine enorme Tauchvielfalt und einen großen Abwechslungsreichtum. Sowohl einfache Riffbesichtigungen, als auch das etwas anspruchsvollere Tauchen in Tunnelsystemen und Grotten ist möglich.

Karibikfeeling in der DomrepDadurch kommen nahezu alle Taucher mit den unterschiedlichsten Tauchfähigkeiten auf ihre Kosten. Auch den Ferienort Sosua (Reiseinformationen zu Sosua), hatte ich nicht willkürlich ausgesucht. Genau in diesem Ort befand sich eine große Tauchschule, die einen sehr guten Ruf genießt. Denn gerade in unbekannten Gewässern sollte man sich nicht auf eigene Faust begeben.

Auch die barrierefreie Verständigungsmöglichkeit sollte, bei der Auswahl der Tauchbasis, eine Rolle spielen. Natürlich möchte ich hier auch noch den Grund für die ausgewählte Reisezeit erörtern. Laut einigen Informationsportalen soll die optimale Reisezeit für Taucher zwischen Juni und September liegen. Allerdings entschied ich mich bewusst für den März.

In den Monaten zwischen Ende Januar und Anfang April halten sich nämlich Buckelwale in der Silver Banks auf. Und das wollte ich mir keinesfalls entgehen lassen. Hier muss ich allerdings betonen, dass dieses Abenteuer separat gebucht werden muss und wirklich sehr teuer ist. Hinzu kommt, dass man sich mit den speziellen Schiffen mehrere Tage auf See befindet. Wer also mehr als nur die Wale erleben möchte sollte mindesten 2 Urlaubswochen, wenn nicht eher 3 Wochen, veranschlagen.

Ankunft und die ersten Tage

Auch wenn ich noch so gut vorbereitet war, hatte ich leider die heftige Klimaumstellung unterschätzt. Das machte sich besonders auf der Fahrt ins Hotel und an den ersten 2 Aufenthaltstagen bemerkbar. Ich war wirklich froh, die ersten 3 Tage mit Relaxen eingeplant zu haben. Somit bestanden meine ersten Urlaubstage in der Dominikanischen Republik aus am Pool liegen, den Strand besichtigen, einer kleinen Stadtbesichtigung und etwas Erholung.

Strand-Dominikanische-RepublikLangeweile kam hierbei allerdings keine auf. Auch wenn mein Hotelzimmer ganz ok war, hielt ich mich doch eher im Freien auf. Jedoch achtete ich die ersten Tage vermehrt darauf genügend Flüssigkeit zu mir zu nehmen, wodurch sich mein Kreislauf recht schnell mit den völlig anderen Temperaturen anfreundete. Ansonsten verlief alles genau wie ich es mir vorgestellt hatte.

Den Walen entgegen

Zu diesem wundervollen Erlebnis möchte ich vorab einiges erklären. Eben mal kurz Wale anschauen funktioniert nicht. Wer die Wale in den Silver Banks besuchen möchte, muss diese kleine Reise separat buchen. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass dieser mehrtägige Ausflug ca. 2.000 EUR kostet.

Die Silver Banks zählt zu den Meeresschutzgebieten und darf nur von drei berechtigten Schiffen angefahren werden. Die Leitung wird von Biologen übernommen, welche darüber entscheiden wann und ob man zu den Tieren ins Wasser kann. Auf See befindet man sich ca. 7 Tage. Neben der Rundum-Versorgung werden einem auch die nötigen Tauchutensilien zur Verfügung gestellt. Auch bei dem Tauchen gibt es strenge Richtlinien. Hier darf man lediglich unter Anweisungen im Wasser schnorcheln.

BuckelwaleAuch das Abweichen von der Gruppe ist streng untersagt. Dies alles geschieht natürlich zum Wohle der Tiere und auch der Tauchgäste. Denn Unfälle, die auf das Fehlverhaltender Taucher zurück zu führen wären, möchte man vermeiden. Hinzu kommt, dass man die Tiere in ihrem natürlichen Verhalten und Lebensraum betrachten möchte. Das sollte natürlich nicht zu Lasten der Wale geschehen. Daher ist man bemüht den Stress für die Tiere so gut es geht zu vermeiden und ihnen den menschlichen Besuch so angenehm wie nur möglich zu machen.

Vom Schiff und vom Boot aus kann man problemlos Fotoaufnahmen machen. Lediglich professionelle Fotographen oder Filmer müssen hierfür eine spezielle Genehmigung einholen. Für die Aufnahmen im Wasser hatte ich mir allerdings eine spezielle und wasserdichte Action-Cam angeschafft. Hier sollte man sich wirklich ausreichend belesen und ausschließlich hochwertige und geeignete Geräte kaufen. Mit dem richtigen Gerät, ich hatte mich im Vorfeld für die GoPro Hero3 entschieden, konnte ich mich problemlos und barrierefrei im Wasser bewegen und dennoch fabelhafte Filmaufnahmen machen.

Die ersten 2 Tage konnten wir leider nicht ins Wasser. Nach Angabe der Biologen war das eine Männchen wohl etwas nervös und auch aggressiv. Also musste man warten bis sich sein Gemütszustand änderte. Am 4 Tag war es dann soweit. Wir konnten ins Wasser steigen und ließen uns auf der Wasseroberfläche treiben. Es verging eine ganze Weile bis sich ein Kalb den Tauchern näherte. Gerade diese, erklärte man uns zuvor, sind oftmals sehr neugierig und kommen des Öfteren näher. Auch wenn das Kalb im Vergleich zu den ausgewachsenen Tieren ein Winzling war, war die nahe Begegnung schon überwältigend. In den nächsten Tagen kamen die Wale leider nicht mehr sehr nahe, dennoch war das Schnorcheln in deren Nähe eindrucksvoll. Die Rückreise verbrachte ich mit der Durchsicht des Video- und Bildmaterials und dachte immer gerne an diese besonderen Tage zurück.

Die Tauchgänge in der Tiefe

Tauchen-Dominikanische-RepublikDie Tauschschule meines Vertrauens befand sich im selben Ort, also hatte ich es nicht wirklich weit. Diese Tauchschule bietet sowohl Tauchgänge für Anfänger und Fortgeschrittene, als auch Tauchkurse für Laien und Erfahrenere an. Bei dem internationalen Team fühlte ich mich wirklich immer gut aufgehoben und konnte mich sogar auf Deutsch verständigen.

Natürlich buchte ich gleich das große Paket mit einigen Tauchgängen, eine Tauchtagestour und einen nächtlichen Tauchgang. Schon bei dem ersten Tauchgang war ich von der wunderschönen Unterwasserlandschaft fasziniert. Die Riffgürtel lassen sich wirklich wunderbar betauchen und die Steilwände sind sehr beeindruckend. So etwas hatte ich bisher noch nie zu Gesicht bekommen. Auch die Besichtigung der Airport-Wand ist zu empfehlen. Dies ist allerdings nur erfahrenen Tauchern möglich.

Besonders beeindruckend fand ich den Nachttauchgang, der einem eine komplett andere Welt als zu Tage zeigt. Bei den Tauchgängen in den etwas offeneren Stellen konnte ich sogar einige Mantarochen ablichten. Auch wenn sich diese nicht direkt zu uns begaben, konnte man sie gut erkennen. Das Wasser ist in der Dominikanischen Republik so klar, dass man eine ziemlich gute Sicht hat. Auch in weitere Entfernungen konnte ich wunderbar sehen. Dadurch sind auch wirklich viele Unterwasseraufnahmen entstanden.

Wer unter Wasser einige Aufnahmen machen möchte sollte sich eine zuverlässige Kamera, mit den nötigen Eigenschaften, kaufen. Wichtig ist hierbei, dass man auf die nötige Wasserdichte achtet. Bezüglich der Fotos sollte man aber mit den Tauchlehrern sprechen. Diese können Instruktionen geben, welche Tiere wie belichtet werden sollten oder ob dies überhaupt machbar ist. Alles in Allem war ich drei Tage mit den Tauchgängen und –touren beschäftigt.

Das mag sich nun vielleicht nicht viel anhören, hat sich aber wirklich gelohnt und war völlig ausreichend um den Urlaub zu etwas Besonderem zu machen. Ich werde mich sowohl an das Wracktauchen, an die Steilwände als auch an den Artenreichtum mit wundervollen Gedanken erinnern. Natürlich war auch das Tauchen in den Grotten und Tunnelgängen ein Erlebnis für sich.

Die restlichen Tage die Seele baumeln lassen

Nach all den aufregenden Tagen, verbrachte ich die letzten Tage mit dem Sonnen am Strand, schwimmen und ruhigen Besichtigungstouren. Hier und dort ergatterte ich auch einige Mitbringsel für Bekannte, Familienmitglieder und Freunde. Auch das Buch, welches ich mir für den Flug besorgte, las ich zu ende. Aber natürlich ist das im Vergleich zu den Tauchabenteuern nicht wirklich spektakulär. Dennoch muss ich sagen, dass auch die nahegelegenen Städte und die Landschaft der Dominikanischen Republik zu Erkundungen einladen und wirklich eine tolle Abwechslung zu den Tagen unter Wasser und auf See bieten.

Bildquelle: © pixabay.com

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